NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH, Bleicherode


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Die Versatzbergwerke der NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH in Bleicherode und Sollstedt/Thüringen dienten ursprünglich der Kaligewinnung und werden seit dem Jahre 1908 für den hydraulischen Versatz genutzt.

Durch das Hohlraumvolumen der Stollenanlagen von über 4 Millionen Kubikmeter ist eine Annahmesicherheit bis weit über das Jahr 2015 hinaus gewährleistet.

Mit modernsten obertägigen Produktionsanlagen werden Versatzbaustoffe hergestellt, die zur Sicherung der untertägigen Hohlräume eingesetzt werden.

Durch hydraulischen, Big-Bag- und Sturzversatz wird eine jährliche Abnahmekapazität von 330.000 Tonnen erreicht.

Qualifiziertes Personal, langjährige Erfahrung und modernste Technik gewährleisten die umweltgerechte Verwertung.

Für den Versatz werden u. a. folgende Abfallstoffe genutzt:

  • Filterstäube und Schlacken
  • feste Abfälle aus der Abgasreinigung
  • Ofenausbruch
  • Gießereialtsande und Strahlmittelrückstände
  • Rost- und Kesselaschen
  • Pyrolyseabfälle
  • Schlämme
  • Filterkuchen

Vom Versatz ausgeschlossen sind Abfälle die folgende Eigenschaften aufweisen:

  • giftig
  • radioaktiv
  • mit dem Wirtsgestein reagierende Abfälle
  • explosibel
  • penetrant riechende
  • selbstentzündliche
  • infektiöse und
  • gasende Stoffe

Die Lagerstätten in 600m Tiefe sind in ein 200m dickes Salzpaket eingebettet. Die geologischen Voraussetzungen des Bergwerkes gewährleisten so die umweltgerechte Verwertung Ihrer Stoffe.

Annahmevoraussetzungen für den Versatz von Abfällen ist die Genehmigung durch das Thüringer Landesbergamt.

Die für den Versatz besonders geeigneten Stoffe sind in der „Orientierungsliste für den Bergbau unter Tage geeigneter Versatzstoffe“ aufgeführt.

Zertifikat Entsorgungsfachbetrieb

Neben dem Versatzbergwerk bietet die NDH-E mbH die Verwertung von Abfällen auf der Kalirückstandshalde Bleicherode. Die Verwertungskapazität beträgt über 400.000 t/Jahr und bietet damit eine Annahmesicherheit für die nächsten 20 Jahre. Für die biologische Versiegelung der Halde werden

  • nichtkontaminierter Erdaushub,
  • Bauschutt,
  • Gießereialtsande,
  • Straßenkehricht,
  • Gipsabfälle,
  • Papierschlämme,
  • Bettungsrückstände,
  • Aschen
  • und Bodensubstrate
  • sowie weitere genehmigte Abfälle

verwertet.

Die Rekultivierung der Halde dient der Verminderung der Salzbelastung in den Flüssen Bode und Wipper (Nebenflüsse der Saale) sowie des Grundwassers. Durch die biologische Versiegelung der Halde wird der Niederschlagsaustritt und damit die Salzlösungsbildung minimiert.
Die Überdeckung mit einem wasserspeichernden Dreischichtsaufbau (Kulturschicht, konturgebende Schicht, sowie kapillarbrechende Schicht) entspricht der Thüringer Haldenrichtlinie. Anschließend wird die Halde begrünt.
 
Das Pilotprojekt "Entwicklung eines Verfahrens zur Rekultivierung von Kalihalden" wird begleitet von

  • Bundesstiftung für Umwelt
  • K-UTEC Sondershausen
  • Universität Göttingen
  • Gesamthochschule Kassel-Witzenhausen
  • Techn. Universität Clausthal
  • Bergakademie Freiberg
  • GVV mbH
  • NDH-E mbH